Es wäre durchaus berechtigt, die Aktualität unseres kleinen Blogs zu bemängeln. Jedoch sind wir zumindest stets um Vollständigkeit bemüht, es folgt daher eine kurze Einschätzung zur Copa Courage, die am inzwischen vor-vor-letzten Wochenende stattfand:
Etwa 70 Teilnehmer zählte das wohlwollende Auge zur Copa Courage am 14. August auf dem Gelände des Kubus in Jena-Lobeda. Der Kern des Wochenendes ganz im Zeichen der Zivilcourage lief entspannt ab, auch wenn es sportlich zwischen den Banden ein ums andere mal drunter und drüber ging.
Die groß angelegte „Werbe-Kampagne“ im Vorfeld brachte nicht den erhofften Erfolg, so dass es zumindest am Freitag zur Buchlesung von Christoph Ruf („Rechtsextremismus im Fußball“) bei den acht Zuhörern lange Gesichter gab. Der Vortrag hielt, was er versprach; nur hätte er mehr Gäste verdient gehabt. Die sonntägige Veranstaltung zum Zivilcourage-Impulstraining fiel aufgrund mangelnder Interessenten gleich ganz weg.
Immerhin konnte am Samstag etwas bewegt werden, obwohl auch hier insgeheim mit mehr Jugendlichen, als vor Ort waren, gerechnet wurde. Sei’s drum – die, die da waren, hatten ihren Spaß und es gab neben Street-Soccer und leckeren Nudeln natürlich auch Input. In 3 Gruppen, darunter die freudig erwarteten Gäste aus Nicaragua, wurden im „Ringtausch“ 3 Stationen besucht, an welchen Denkanstöße und Handlungsmöglichkeiten zu den Themen Diskriminierung, Migration und Zivilcourage vermittelt wurden.
Diese Form der kurzweiligen Workshops war durchaus sinnvoll und erfolgreich, konnte bei den Teilnehmern doch nahezu das Optimum an Konzentration herausgeholt werden. Es folgte eine inszenierte Pressekonferenz, in der man kurz auf das eben Gehörte zu sprechen kam, Raum für Kritik gelassen wurde und konkrete Fragen ans Podium gestellt werden konnten.
Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, wobei auch in den eigenen Reihen viele Punkte schon kritisch reflektiert und in eine Auswertungs-Runde u.a. mit den Partnern von Kokont und Jena Wohnen getragen wurden. Eine anregende Erfahrung war’s allemal und Gelegenheiten zur Weiterentwicklung wird es nicht nur zur nächsten Copa geben.
Ach ja, gezaubert wurde auch. Das Finale der Favoriten entschied Roter Stern Bucha gegen die Fußbrothers zu ihren Gunsten. Stolz war man auch in der Hintertorperspektive, denn nach kontinuierlicher Steigerung und mit Freude am Spaß sprang ein in der Vereinsgeschichte bis heute einmaliger dritter Platz heraus. Aufbruchsstimmung!
Danken möchten wir allen Besuchern und Helfern und natürlich auch Ralf Schmidt, der den Workshop inhaltlich belebte.










